Zwischen Logo, Objekt und Körper
Das künstlerische Schaffen von Mirella Bentivoglio (1922–2017) ließ sich nicht in Schubladen stecken und bewegte sich frei zwischen Poesie, bildender Kunst, Performance, Design und einer theoretischen Auseinandersetzung mit Sprache
Vor diesem Hintergrund arbeitet FENDI mit dem Archivio Mirella Bentivoglio zusammen und fördert so den Dialog zwischen dem Vermächtnis der Künstlerin und der Exzellenz der Maison
Eine ikonografische Auseinandersetzung mit Wörtern und den unendlichen Variationsmöglichkeiten der Sprache, inspiriert von den Wortspielen und Entwürfen der Künstlerin, wie beispielsweise NOIa (ein Wortspiel mit den italienischen Begriffen für „wir“ und „Langeweile“)
Die von der Künstlerin in den frühen 1970ern entworfenen Stücke wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Archiv nachgebildet
„Ich erschaffe verbale Objekte. Das Schmuckstück ist ein Objekt. Ich greife immer wieder auf seine Form zurück, um die besonderen Bedeutungen zu vermitteln, die ich ihm in Bezug auf das Wort zuschreibe. Semiotisch ausgedrückt ist Schmuck für mich ein „Zeichen“. Ich sehe Schmuck nicht als Nebenprodukt meiner Arbeit, sondern als Kreation visueller Poesie, die in manchen Fällen die Form von Schmuck annimmt und getragen werden kann.“
Mirella Bentivoglio
Das Archivio Mirella Bentivoglio wurde im Jahr 2019 von den drei Töchtern der Künstlerin mit dem Ziel gegründet, ihr umfangreiches Werk bekannt zu machen und zu bewahren
Das Archiv fungiert als Zentrum für Bewahrung, Forschung und Vermittlung, das den Dialog zwischen Bentivoglios Werk und der Gegenwart aufrechterhält, das historische Erbe der Künstlerin bewahrt und zugleich Raum für neue Interpretationen schafft
Als eine der Schlüsselfiguren der italienischen und internationalen Gegenstands- und Bildpoesie verfolgte Bentivoglio einen vielschichtigen Forschungsansatz, der die Unterscheidung zwischen Wort und Bild, Zeichen und Bedeutung, Objekt und Körper in Frage stellte
Geprägt von einem offenen, mehrsprachigen kulturellen Umfeld setzte sich die Künstlerin ganz selbstverständlich mit der Neo-Avantgarde der 1960er und 1970er Jahre auseinander und stützte sich dabei auf ihr Studium der Sprach- und Kommunikationswissenschaften
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